Konkurrenz belebt das Geschäft

Erst letzte Woche habe ich ein Vertriebscoaching bei einer namhaften Versicherung in Hannover gegeben. Doch interessanterweise waren die Teilnehmer keine Aussendienstmitarbeiter, sondern die unternehmenseigenen Verkaufstrainer, die sich meiner ersten Meinung nach das Thema einmal näher anschauen wollten, um zu beurteilen, ob es den Agenturpartnern auch geschult werden sollte.

Nichts böses ahnend bereitete ich mich also auf das Seminar vor und begrüßte jeden Einzelnen freundlich beim eintreten. Soweit so gut. Es konnte also losgehen. Und das tat es auch. Aber in einer völlig unerwarteten Art und Weise. Von der ersten Minute an gab es eine Person in dem Seminar, die auf totalem Torpedierungskurs gewesen ist. Sie würde das alles nicht für sich verstehen und es wäre doch nur das gleiche wie Sie es schon x-mal gehört hätte. Das ganze mündete in einer minutenlangen Diskussion, die aber auch keine Abhilfe an der Einstellung dieser Person schaffte.

 

Plötzlich fingen auch andere Teilnehmer an auf diesen Zug aufzuspringen und es wurde ein verdammt langer Tag für mich, den ich in dieser Form noch nicht erlebt habe. Der erhoffte Schulungsauftrag ist aus diesem Sabotageakt natürlich nicht entstanden, und am Ende musste ich für mich selbst feststellen, dass es sich schlicht und ergreifend um ein Zerstörungswerk aus Angst vor Konkurrenz von außen handelte. Es wurde schließlich nie bestritten, dass die Inhalte wichtig für den Umgang mit Kunden sind, aber dennoch ist es auch wieder ein Zeichen wie die Mitarbeiter nicht in den Genuß einer solchen Sache kommen durch die Eigeninteressen anderer Leute. Das ist einfach nur schade, aber leider eine typisch menschliche Handlung. Der Mensch neigt dazu sich das Leben selbst schwer zu machen.

 

Aber unterm Strich steht eins: Die Schulung ist eben einfach gut:-)